News

Corona-Lage in Mexiko

Corona-Update Mexiko des Repräsentanten Christian Weber

Corona hat Mexiko weiterhin fest im Griff. Mit rund 500.000 Fällen seit Beginn der Pandemie und rund 55.000 Todesfällen ist Mexiko nach den USA und Brasilien das am stärksten betroffene Land auf dem amerikanischen Kontinent. Die Zahl der täglich neu Infizierten verharrt mit rund 6.000 Fällen auf einem hohen Niveau, ein signifikanter Rückgang zeichnet sich bisher nicht ab. 

Derzeit sind 16 Bundesstaaten als Hochrisikogebiete und weitere 16 als Risikogebiete eingestuft. Freilich gibt es innerhalb Mexikos große regionale Unterschiede und die pauschale Einstufung eines ganzen Bundesstaates als Risikogebiet bildet die Situation nur unzureichend ab. Insgesamt sind die großen Ballungszentren und Industriestandorte stärker betroffen.  

Im  gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben versucht man sich zunehmend auf die noch länger anhaltende Pandemielage einzustellen. Der Unterricht in Schulen und Universitäten wird bis auf weiteres online stattfinden. Die größeren Messen werden inzwischen durchgehend auf virtuelle Formate umgestellt. 

Seit Juni sind systemrelevante Aktivitäten in allen Landesteilen möglich, unter strengen Auflagen auch in Hochrisikogebieten. Dies gilt auch für die Automobilindustrie und die gesamte Wertschöpfungskette.

In Mexiko gelten keine generellen Einreisebeschränkungen. Allerdings ist der Grenzverkehr zwischen Mexiko und den USA auf systemrelevante Übertritte beschränkt. Wer als Reisender an Flughäfen Symptome zeigt, muss sich in Quarantäne begeben.

Auch wenn Mexiko stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen ist und sich die Erholung noch lange hinziehen wird, bleibt das Land doch ein strategisch interessanter Wirtschaftsstandort.

Das Inkrafttreten des NAFTA-Nachfolgeabkommens USMCA am 1. Juli hat Mexikos Position innerhalb des nordamerikanischen Wirtschaftsraums weiter gefestigt.

Den ausführlichen Bericht zur Corona-Lage finden Sie hier. PDF (431 KB) Graphiken zur Corona-Lage finden Sie hier. PDF (1.55 MB)