Wirtschaftsbeziehungen

Bayern unterhält seit vielen Jahren vertrauensvolle und intensive Beziehungen mit den USA. Die Unternehmen beider Länder und somit auch die Volkswirtschaften sind immer mehr miteinander verflochten.

Handel und Investitionen

Der Buchwert amerikanischer Investitionen in Bayern beträgt mehr als sechs Milliarden Euro und liegt damit höher als der Wert von Österreich und Frankreich zusammen. Seit der Eröffnung der bayerischen Repräsentanz in den USA im Jahr 1996 hat sich die Zahl der amerikanischen Unternehmen in Bayern mit 850 Firmen verdreifacht. Zu den in Bayern ansässigen Unternehmen gehören Google, General Electric, AGCO, MSD Sharpe & Dohme, Microsoft und Amazon.

Parallel dazu haben sich über 750 bayerische Unternehmen in den USA angesiedelt. Ihr Gesamtbuchwert übersteigt den der bayerischen Investitionen in Frankreich und Großbritannien zusammengenommen. Beispiele für bayerische Unternehmen in den USA sind Siemens, Allianz, Adidas, BMW und Linde. Die USA waren 2012 mit Ausfuhren in Höhe von 18,3 Milliarden Euro das wichtigste Exportland für Bayern und belegten im selben Jahr mit Importen von 9,9 Milliarden Euro den vierten Platz bei den Einfuhren.

Das Jahr 2013 markierte den Beginn einer neuen Ära, da Europa und die USA eine wirtschaftlich und strategisch wegweisende Partnerschaft anstießen – das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP). TTIP zielt darauf ab,

  • die weltweite Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaften und Unternehmen zu fördern,
  • weiterhin Märkte zwischen unseren Regionen zu erschließen,
  • alle Handelszölle abzuschaffen und
  • Kosten zu senken, indem Kompatibilität, Transparenz, Zusammenarbeit und Standardisierung in höherem Maße gefördert werden.

„Wenn das TTIP zu einem gelungenen Abschluss kommt, wird es das wirtschaftliche Wachstum in den USA und Europa steigern“, erläuterte Peter Ammon, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den USA.

Forschungs- und Technologieverbindungen

Mit über 240 Hochschulpartnerschaften bestehen viele Forschungsverbindungen zwischen den USA und Bayern auf formeller wie informeller Ebene. Im Jahr 2000 gründete Bayern beispielsweise das Bayerisch-Kalifornische Technologiezentrum, um gemeinsame Forschungsarbeit durch bayerische und kalifornische Universitäten auf dem Gebiet der Life Sciences, Umwelttechnologie, IKT und Mechatronik zu unterstützen. Fraunhofer- und Max-Planck-Institute sind ebenfalls in den USA aktiv und verschaffen sich damit Zugang zu einer größeren Bandbreite an wissenschaftlicher Erfahrung. Außerdem ermöglichen sie den bilateralen Transfer von Technologie zwischen den USA und Deutschland.

Kultureller Austausch

Die Beziehungen zwischen Bayern und den USA sind nicht nur auf die Wirtschaft beschränkt. Es besteht auch ein reger Austausch auf Bildungs- und Kulturebene, zum Beispiel über die Hanns-Seidel-Stiftung und die BMW Stiftung Herbert Quandt sowie 31 Partnerschaften zwischen bayerischen und amerikanischen Städten, zum Beispiel zwischen:

  • Augsburg und Dayton (Ohio)
  • Coburg und Garden City (New York)
  • Hof und Ogden (Utah)
  • Regensburg und Tempe (Arizona)

Möglichkeiten