Geschäftschancen

2016 gingen deutsche Waren im Wert von 18,35 Milliarden Euro (+7,7 Prozent) nach Japan, von denen nahezu ein Fünftel direkt aus Bayern kam. In Deutschland produzierte Ware hat auch in Japan einen guten Ruf.

Die rund 127 Millionen Menschen in Japan bieten mit Ihrer sehr hohen Kaufkraft einen interessanten Binnenmarkt. Gerade aber das sogenannte Drittmarktgeschäft, d.h. Kooperationen von deutschen mit japanischen Unternehmen auf Auslandsmärkten, in denen Japan stark investiert, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Laut einer Studie der AHK Japan machen inzwischen über 60 Prozent der in Japan ansässigen deutschen Unternehmen, Geschäfte mit Japan auf Drittmärkten wie ASEAN, dem mittleren und nahen Osten, Südamerika oder Afrika.

In Zeiten der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung gewinnen Kooperationen mit ausländischen Partnern in Japan zunehmend an Bedeutung. In der Forschung ist Japan besonders auf Gebieten der Nanotechnologie oder der Materialwissenschaften fortgeschritten.

Die vierte industrielle Revolution und Digitalisierung der Gesellschaft treibt Japan mit seinem nach wie vor hohen Produktions-Know-How und innovativen IKT Lösungen und Dienstleistungen maßgeblich voran.

Energie

Nach der Dreifachkatastrophe von 2011 mit Erdbeben, Tsunami und der Nuklear­katastrophe von Fukushima stieg die Nachfrage im Bereich Energie­versorgung und -technologie. Bei diesen Themen hat Deutschland Vorbild­funktion. Mit der geplanten Lockerung des stark regulierten Energiemarkts ergeben sich gute Geschäftschancen für deutsche Anbieter.

Gesundheitsleistungen, Pflegeservice sowie Medizintechnik

Die Nachfrage an Gesundheitsleistungen, Pflegeservice sowie Medizintechnik wird proportional zur wachsenden Anzahl der Senioren steigen. Japan ist bereits einer der größten Importeure von Medizintechnik aus dem Ausland, bietet aber auch Chancen für gemeinsame Entwicklungen.

Möglichkeiten