Fakten

Mit einer Fläche von 1.138 Quadratkilometern ist Kolumbien der nördlichste Staat Südamerikas und grenzt an Panama, Venezuela, Brasilien, Peru und Ecuador sowie an den Pazifik und das karibische Meer. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 49 Millionen ist Kolumbien nach Brasilien das bevölkerungsreichste Land in Südamerika. 74 Prozent der Bevölkerung lebt in den Großstädten Bogotá, Medellín, Cali und Barranquilla. Die Amtssprache Kolumbiens ist Spanisch.

Kolumbien gehört zu den größten Volkswirtschaften Lateinamerikas. Mit den USA, Kanada, Südkorea und der EU bestehen Freihandelsabkommen. Der nominale Wert des Bruttoinlandsprodukts wird für 2016 auf rund 274 Milliarden US-Dollar geschätzt. Mit der amtierenden liberalen Regierung Kolumbiens, die die Friedensverhandlungen mit den Guerrillas förderte, präsentiert sich Kolumbien als einer der dynamischsten Märkte Südamerikas. Hervorgerufen von den internationalen Erdöl- und Rohstoffpreise wird für 2016 aber nur ein Wachstum von 1,6 Prozent erwartet, die niedrigste Wachstumsrate seit 2009. Der niedrige Ölpreis und ein schwacher Peso führten in letzter Zeit zu einer Erhöhung der Inflationsrate auf geschätzte 7,6 Prozent in 2016.

Die stärksten Wirtschaftsbereiche sind der Bergbausektor, die Ölindustrie, die Landwirtschaft, die Immobilienbranche und der Finanzdienstleistungssektor. Kolumbien importiert hauptsächlich chemische Produkte, Erdöl, elektrische Produkte, Maschinen und Kraftfahrzeuge ein. Die Importe kommen hauptsätzlich aus den USA, China und Mexiko. Deutschland ist der viertgrößte Handelspartner Kolumbiens. Kolumbiens Exporte gehen vorwiegend in die USA sowie nach Ecuador, Peru und Venezuela. Kolumbien führt in diese Märkte hauptsächlich Erdöl, Steinkohle, Kaffee und andere Lebensmittelprodukte, chemische Erzeugnisse, Rohstoffe, Textilien und Kleidung aus.

Die Inbetriebnahme der größten Raffinerie Kolumbiens in Cartagena und die diesbezügliche Steuerreform, die 2017 in Kraft getreten ist, soll die kolumbianische Industrie fördern und die aus diesem Sektor stammenden Einkünfte steigern. Die Regierung fördert darüber hinaus auch jegliche Weiterentwicklung von Infrastruktur und Bauwesen, was Geschäftschancen für Unternehmen darstellt, die für die weitere Entwicklung der kolumbianischen Wirtschaft von Bedeutung sind.

Kolumbien profitiert von Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten, Kanada und Südkorea sowie dem seit 2013 gemeinsam mit Peru bestehenden Abkommen mit der Europäischen Union. Die EU unterstützt und fördert zugleich die Implementierung der Friedensabkommen und ihre Integration in die kolumbianische Innenpolitik.

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