Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist der größte ausländische Investor in der Türkei. Des Weiteren ist Deutschland der wichtigste Handels­­partner der Türkei. Deutschland ist von Januar bis September 2020 mit $11,27 Milliarden der wichtigste Exportpartner für die Türkei. Darauf folgt Großbritannien mit $7,5 Milliarden, die USA mit $7,2 Milliarden der Irak mit $6,24 Milliarden und Italien mit $5,5 Milliarden. Der Gesamtanteil dieser fünf Länder an den Gesamtexporten betrug in diesem Zeitraum 32 Prozent. Umgekehrt ist die Türkei auch ein sehr wichtiger Handels­partner Deutschlands. Damit herrscht in Deutschland im Handel mit der Türkei ein Leistungsbilanzüberschuss. In Bayern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Mit einem Handelsvolumen von 4,7 Milliarden Euro (2020) ist die Türkei weltweit einer der wichtigsten Handelspartner Bayerns. Die bayerische Repräsentanz in Istanbul möchte weiterhin erfolgreich bayerische Firmen dabei unterstützen, am türkischen Markt Fuß zu fassen. Außerdem zeigt sie türkischen Unternehmen den Weg nach Bayern. Die Zahl deutscher Unternehmen bzw. türkischer Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung in der Türkei ist inzwischen auf über 7.500 gestiegen. Seit 1985 ist die deutsche Wirtschaft in der Türkei durch zunächst ein Delegiertenbüro des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) und dann in Form der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer in Istanbul, in İzmir und auch in Ankara vertreten. Sie zählt mittlerweile rund 900 Mitglieder. Zwischen Deutschland und der Türkei besteht bereits seit 1962 ein Investitionsschutzabkommen; das türkische Gesetz zur internationalen Schiedsgerichtsbarkeit trat im Juli 2001 in Kraft. Das bilaterale Doppelbesteuerungsabkommen von 1985 wurde zum 01. Januar 2011 gekündigt und ein neues Doppelbesteuerungsabkommen am 19. September 2011 in Deutschland unterzeichnet. Es trat dann rückwirkend zum 01.01.2011 in Kraft.Im November 2012 vereinbarten Deutschland und die Türkei die Einrichtung des „Deutsch-Türkischen Energieforums“ als Plattform für den Dialog zwischen Vertretern aus Politik und Wirtschaft beider Länder im Energiebereich. Hier werden neben Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, der Flexibilisierung von konventionellen Kraftwerken und regulatorischen Aspekten nunmehr verstärkt auch Wasserstoff und Elektromonbilität behandelt. Das erste Treffen auf Ministerebene in diesem Rahmen fand im April 2013 in Ankara statt. Daneben vereinbarten die Wirtschaftsministerien beider Länder die Gründung einer Wirtschafts- und Handelskommission, JETCO (Joint Economic and Trade Commission).

 

Hier finden Sie die aktuellen Handelszahlen Bayern - Türkei. PDF (344 KB)