Geschichte

Die geschichtlichen Wurzeln Tschechiens reichen mehr als tausend Jahre zurück. Die bedeutendste Wegmarke der jüngeren Geschichte ist das Jahr 1989: Die Samtene Revolution führte zu einem politischen Systemwechsel. Auf den Sozialismus folgte die wiedererrichtete Demokratie. Die heutige Tschechische Republik wurde am 1. Januar 1993 gegründet, als sich die Tschechoslowakei friedlich in zwei voneinander unabhängige Staaten aufspaltete. Die pro-europäische Ausrichtung Tschechiens führte zur Nato-Mitgliedschaft 1999 sowie zur Mitgliedschaft in der EU im Zuge deren Osterweiterung im Jahr 2004.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien sind eng und sollen in Zukunft, wie 2015 die Außenminister der beiden Länder vereinbarten, noch weiter intensiviert werden. Eine wichtige Basis für dieses enge und freundschaftliche Verhältnis wurde 1997 mit der Deutsch-Tschechischen Erklärung gelegt. Beide Seiten kamen darin überein, dass sie „ihre Beziehungen nicht mit aus der Vergangenheit herrührenden politischen und rechtlichen Fragen belasten werden“. Neben dem Bund bemühen sich auch einzelne Bundesländer darum, die Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien zu vertiefen, insbesondere Bayern. Davon zeugen neben der Delegation der Bayerischen Wirtschaft bei der DTIHK und der Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik eine Vielzahl gegenseitiger Besuche. So war der tschechische Premierminister Sobotka im März 2016 in München, der bayerische Ministerpräsident Seehofer wiederum im Mai 2017 in Prag.

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